Videos, Interaktiver HTML5-Content
08.07.2020 |
Die „Plattform H5P (erfreut sich) wachsender Beliebtheit in der eLearning-Szene“. Das hat viele Gründe. Unter anderem eben die Tatsache, dass die Plattform ein Open Source Angebot ist. „Der Funktionsumfang von H5P wächst stetig. Anfangs konnten vor allem Multiple-Choice Fragebögen mit Bildern und Videos erstellt werden. Seinen Durchbruch verdankt es der Funktion Videos mit interaktiven Markern zu versehen: Dabei läuft ein Video bis zu einem definierten Stopppunkt. Dort erscheint die Frage, der Hinweis, das Spiel oder ähnliches und der oder die Zuschauende muss aktiv werden, bevor das Video zum nächsten Marker weiterläuft.
Ziel ist es, so die Aufmerksamkeit beim Zuschauen zu erhöhen – zum Beispiel von Schülerinnen oder Schülern. Dies ist zum Beispiel hilfreich bei Lern-Videos im Flipped-Classroom-Konzept, in der medienpädagogischen Filmarbeit, für die Quellenkritik oder bei der Überprüfung von Nachrichten gegenüber Fake-News.
Gedacht war H5P ursprünglich für Lehrende. Für Lernende kann es jedoch auch nützlich sein, mit H5P interaktive Videos für andere zu gestalten, da man sich dann tiefer mit einem Thema auseinandersetzen muss. Die Erstellung von interaktiven Videos erfolgt direkt im jeweiligen Webbrowser via Drag and Drop. H5P.org bietet eine Spielwiese zum Ausprobieren der Funktionen. Alle dort erstellten Inhalte sind öffentlich zugänglich unter CC-BY-Lizenz.
Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann das H5P-Plugin in sein eigenes Lernmanagement-System – Moodle, Blackboard, Canvas und Brightspace – oder in seine (Schul-)Webseite einfügen (sofern Wordpress- oder Drupal-basiert). Damit hat man die volle Datenhoheit und kann, zugangsgeschützt, eigene Videos mit Schülergesichtern benutzen. Wem die Installation des H5P-Plugins nicht möglich ist, dem bietet H5P.com die Möglichkeit, H5P auch bezahlt zu nutzen. Allerdings mit der Einschränkung, dass die Daten dann bei der Firma hinter H5P-Joubel in Tromsø/ Norwegen liegen.“
Zitierte Stellen: Steffen Jauch/www.bpb.de (CC BY-SA 4.0)
Nachteil: Nur in englischer Sprache zu nutzen.
Datenschutz: Es handelt sich hier um ein open-source Projekt, die erstellten Inhalte können nicht privatisiert werden. Ausnahme, wenn H5P als Plug-In in einem der unterstützten Content-Manager-Systemen verwendet wird. Die dortigen Datenschutz- Klauseln gelten dann. Der Daten-Server befinden sich in Norwegen wo die DSGVO ebenfalls Grundlage ist.
Ein YouTube-Tutorial dazu, zwar schon ein bisschen älter aber ein guter Einstieg:
